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Heilende Wildkräuter
Alle unsere Kulturpflanzen sind entwickelte Formen von Pflanzen, die ehemals nur wild wuchsen. So sind z. B. alle Getreidearten die Nachfolgepflanzen von blühenden Gräsern. Salatsorten wie Kopfsalat, Schnittsalat, Radiccio und ähnliche sind die gezüchteten Nachfolger von Lattichge-wächsen. Chikorée ist eine Züchtung aus der Zichorienpflanze. Rucola, Senf, Raps, weiße Rübe und alle Kohlsorten sind Entwicklungen aus der Familie der Kreuzblütler Brassica.
Etliche Küchenkräuter wie Majoran, Oregano, Pfefferminze, Senf, Kümmel, Fenchel und Dill wachsen in südlichen Ländern auch heute noch in ihrer Wildform am Wegesrand. Auch Arnika, Hamamelis, Ringelblume, Lavendel, Salbei und Rosmarien sind Wildkräuter, die wir in Seifen, Salben, Duft- und Badeölen schätzen. Auch diese Kräuter finden wir in südlichen Ländern in ihrer ursprünglichen und natürlichen Form.
Die heilende Wirkung von Wildkräutern
In frisch gesammelten Wildkräutern im Frühjahr ist die ganze Kraft für die gesamte Wachstumsperiode gespeichert. Deswegen können sie uns schon in kleinen Mengen viel nutzen. Sie helfen uns, den Stoffwechsel zu beleben und Schlacken auszuscheiden.
Wir können Wildkräuter oder einzelne Teile von ihnen als Tee zubereiten, z.b. Löwenzahnwurzel, Brennnessel oder Schafgarbe. Wir können mit Blättern von Wildkräutern Salate, Suppen und Soßen anreichern. Wir können mit Blättern von Wildkräutern Wickel und Auflagen auf Wunden oder schmerzende Hautpartien machen. Das grüne Blatt vieler Wildkräuter wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und aufbauend auf das Gewebe.
Wichtige Inhaltstoffe von Wildpflanzen
Pflanzen bieten uns die natürliche Zusammensetzung vieler Stoffe, die sich wechselseitig ergänzen und so die Wirkung erhöhen. Vitamin C z. b., das in einem grünen Blatt enthalten ist, wird vom menschlichen Organismus wesentlich besser aufgenommen als reine Ascorbinsäure.
Bio-Flavonoide
Stoffe in Pflanzen, die im Redox-Systems des menschlichen Körpers eine wichtige Rolle spielen. Freie Radikale werden durch dieses System unschädlich gemacht. Bio-Flavonoide sind auch wichtig für die wasserstoffübertragen im Stoffwechsel zwischen den Zellen. Bio-Flavonoide verstärken die Wirkung von Vitaminen und erhöhen ihre Wirksamkeit im Körper.
Chlorophyll - Blattgrün
Das Grün der Blätter ist ähnlich wertvoll wie der rote Farbstoff unseres Blutes. Das Blattgrün spendet uns reine Energie und verbessert unser Blut. Die dunklen Farbstoffe - Karotine genannt - sind oft viel intensiver als in Karotten oder Tomaten. Sie sind wichtig für die Gesundheit von Augen und Haut und beeinflussen den Zuckerstoffwechsel positiv.
Vitamine
Vitamine kommen in Pflanzen in ihrer natürlichen Form vor und haben die richtigen Begleitstoffe. Deswegen sind Wildkräuter - wenigstens im Frühjahr - einzelnen Präparaten vorzuziehen.
Eiweiß
Früher glaubte man, dass Eiweiß nur in tierischer Nahrung vorkommt. Heute weiß man, dass manche Pflanzen wertvolles Eiweiß enthalten. Beinwell hat z. B. in getrocknetem Zustand mehr Eiweiß als die hoch gepriesene Sojabohne. Frisch enthält er etwa 9 % Eiweiß. Auch die wichtigen Vitamine der B-Gruppe kommen in Wildpflanzen reichlich vor.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Viele Wildpflanzen enthalten Kalzium, Magnesium und Kalium. Kupfer, Mangan und andere Spurenelemente sind ebenfalls vertreten. Wir haben hier vollwertige Nahrungs- und Heilmittel, wie die Natur sie uns schenkt. |
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