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Sonne in den Zwillingen - "Ich will mich öffnen!"
Jetzt ist die Hoch-Zeit des Frühlings! Alles blüht und die Tage sind lang und lau. Insekten umschwirren die Blüten. Blüten wohin man schaut. Die Blüten öffnen sich und strecken sich der Sonne entgegen. Wenn die Sonne sich versteckt und eine dunkle Regenwolke aufzieht, dann schließen sich die Blüten und verstecken sich.
Der Mensch mit der Sonne im Zwilling sagt: "Ich will mich öffnen!" Ich will wahrnehmen, was um mich herum geschieht. Ich will lernen, mich dann entsprechend zu verhalten, zu öffnen oder zu schließen. 'Ich will mich wahrnehmen' - auch das ist ein Grundbedürfnis des Zwillingsmenschen. Er will spüren, was in ihm los ist, und er will darauf sinnvoll reagieren lernen.
Dahinter steht die Erkenntnis: Ich bin verschlossen. Ich habe keinen guten Kontakt zu mir und daher auch nicht zu meiner Umwelt. Dieser mangelnde Kontakt macht mich einsam, aber ich will etwas tun, um es nicht zu bleiben. So ist der Zwillingsmensch ein Leben lang damit beschäftigt, sich zu öffnen. Er öffnet sich für neue Gedanken und für die Ahnungen, die in ihm verborgen sind. Er bemüht sich um Offenheit in seinem Wesen. Er geht auf andere Menschen zu und nimmt durch die Sprache Kontakt mit seiner Umgebung auf.
All das tut er, weil er es lernen will, offen zu sein. Dahinter versteckt sich die Angst vor der Abgeschiedenheit, vor der Vereinsamung, vor der Verschlossenheit. Durch das Sichöffnen wird dem Zwilling seine Geteiltheit bewußt. Er erlebt sich als einen Teil, und alles andere ist geteilt von ihm. Durch seine Offenheit versucht er, seine innere Gespaltenheit zu überwinden und sich verbundener zu fühlen mit allem, was außerhalb von ihm ist.
'Ich will mich öffnen' - auch wenn ich dabei verletzlich werde. Ich will es, um in Kontakt mit meiner Umwelt zu kommen, um meine Gefangenheit zu überwinden, um zu anderen Verbindung zu bekommen. Ich will mich öffnen, trotz meiner Angst, weil ich weiß, dass ich es tun kann.
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