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Sonne im Wassermann - "Ich will mich bewegen"

Nun ist die kälteste Zeit im Jahr, doch die Tage werden schon  länger. Seit Winteranfang steigt die Sonne und ihre Kraft wächst. So, wie die Sonne langsam und beständig auf­steigt, so steigen jetzt, trotz der Kälte, langsam und beständig die Säfte in den Pflanzen nach oben. Nachdem die Pflanzen in der Steinbockzeit ihre Mitte gefunden haben, können sie nun mit ihrer Lebenskraft langsam nach außen gehen. Das erstarrte Leben kommt allmählich in Bewegung.

Die Menschen bewegen sich in dieser Zeit mehr als sonst. Durch die Helligkeit werden sie in Bewegung gebracht. Sie suchen den Kontakt nach außen, sie wollen Verbindung mit an­deren Menschen. In diese Zeit fällt meistens der Karneval. Da gehen fremde Menschen aufein­ander zu, reden, tanzen und singen miteinander. Sie suchen Verbindung.

Nach der totalen Konzentrierung auf sich selbst wird die Verbindung zum Rest der Welt bewußt gesucht. In der kältesten Zeit des Jahres wird die menschliche Wärme besonders wichtig.

"Ich will mich bewegen" - kann der Wassermann von sich sagen. Wassermann Menschen brauchen den menschlichen Kontakt, um selbst innerlich und äußerlich in Bewegung zu kommen. Oft wirken sie nach Außen erstarrt und unterkühlt. Ein Leben lang sind sie damit beschäftigt, geistig, seelisch und körperlich in Be­wegung zu kommen. Dabei ist es wichtig, dass sie sich nicht nur um sich selbst drehen.

Der Wassermann-Mensch braucht das Gefühl, gebraucht zu werden. Er will sich und seine Erfahrungen mitteilen. Er will seine Erfahrungen teilen, um selbst bereichert zu werden. Auch hat er das Bedürfnis, anderen etwas zu vermitteln. Er kann lernen, zu dienen, nicht als Sklave, sondern gerne und freiwillig. Besonders der Wille ist oft zu starr in alten Mustern gefangen. Der Wassermann kann lernen, sich führen zu lassen, nicht von Menschen, sondern von seinem inneren Führer.

Weil sich dieser Mensch so viel bewegen will und kann, ist er ständig mit neuen Dingen beschäftigt. Nie kann er lange an der gleichen Sache bleiben. Schnell ist ihm etwas zu langweilig. Er braucht das Neue, das ihn nach vorne lockt. Wenn es fehlt, wird er zu starr. Immer ist er auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, nach neuen Gedanken, nach neuen Theorien. Und so ist er seiner Zeit manchmal ein Stück voraus. Es ist gut, wenn er sein Ver-rücktsein an­nimmt und es nicht unterdrückt. Er ist ein Individualist und es ist wichtig für ihn, so zu sein.

Aus lauter Angst vor der eigenen Starre übertreiben es Wassermannmenschen oft und werden überreizt, hektisch und viel zu schnell. Sie müssen darauf achten, dass sie sich außen nicht schneller bewegen, als ihre Seele innen mitkommt. Langsame und beständige Bewegung ist auch Bewegung. Es muss nicht immer alles be­ängstigend schnell gehen, um fortschrittlich zu sein. Diese Menschen sollten ihr Tempo mäßigen und geduldiger mit sich selbst werden
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