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Mond

Der Mond gehört zum Zeichen Krebs. Er ist das Symbol für den Gefühlsbe­reich. Der Mond bekommt sein Licht von der Sonne. Er spiegelt dieses Licht für uns wider. Es ist nicht sein Licht, was wir se­hen. Außerdem zeigt er uns nicht immer das gleiche Ge­sicht. Wir kennen den zu­nehmenden und den ab­nehmenden Mond. Bei Neu­mond sehen wir ihn einige Tage gar nicht und bei Vollmond sehen wir ihn in seiner vollen Pracht und Größe.

Der Mond empfängt sein Licht von der Sonne. Er ist passiv und aufnahmefähig. Sein Symbol ist die geöffnete Schale. Der Mond ist der schnellste der Planeten. Er durch­wandert den Tierkreis in 28 Tagen. Er verändert sein Gesicht. Er ist "la Luna", er ist veränder­lich, luna­risch, launisch.

Dies ist auch die Eigenart von Gefühlen: Sie sind veränderlich. Ge­fühle sind Reaktionen auf die Aktionen von außen, es sind Re­flexe und Spiegelungen, sie sind pas­siv, weil sie aufnehmend und empfänglich sind.

Beschützen und bewahren

In der Krebszeit findet in der Natur die Empfängnis statt. Krebs ist ein Wasserzeichen und der Mond steht in starker Be­ziehung zum Wasser. Ebbe und Flut stehen im Zusammenhang mit ihm. Tränen sind ein Ausdruck von Gefühlen und auch sie sind wäss­rig. Auch das Wetter hat viel mit dem Mond zu tun: es ist lau­nisch und  wet­ter-wendisch.

Gefühle wenden sich oft, sind nicht ausdauernd und von daher nicht beständig. Es gehört zu ihrer Qualität, daß sie fließen und sich da­bei ständig verändern. So, wie sich das Leben um uns herum ständig ver­ändert, müs­sen wir auch ständig anders reagie­ren. Das können wir nur, wenn unsere Gefühle nicht ge­staut oder eingefroren sind. Wenn wir empfänglich sind für alle Ein­drücke, können unsere Ge­fühle un­gestört fließen.

Das Krebstier umgibt mit einer harten beschüt­zenden Schale einen weichen empfindlichen Teil. Krebs ist das mütterlichste aller Zei­chen. Die Mutter nimmt das neue Leben in ihrem Schoß auf und be­schützt es. Sie sorgt dafür, daß es Nah­rung bekommt und wach­sen kann. Nach der Geburt sorgt sie für einen ausrei­chend großen Schutzwall um das Kind, damit es sich frei und un­gefährdet entwic­keln kann. Sie reagiert auf Gefahren oder An­griffe von außen mit Verteidigung.

Das können wir bei Tieren beobachten. Tiermütter setzen manchmal ihr Leben ein, um das Leben der Kinder zu schützen. Naturverbundene, mütterliche Menschen tun das auch. Sie setzen sich für schwächere und schutzbedürftige Menschen oder andere Lebewe­sen ein und ver­teidigen deren Lebensraum.

Jeder Mensch kann  auch für sich selbst Mutter werden. Er kann sich äußerlich schützen und seine Gefühle bewahren. In dem er aufmerk­sam wahrnimmt, was um ihn herum geschieht, spürt und fühlt er seine Reaktionen. Er nimmt wahr, was er braucht, und er er­fährt, daß sich seine Bedürfnisse ständig verändern, daß sie wechselhaft sind.

Jeder hat das Bedürfnis, im Kontakt zu sich selbst zu sein. Die­ser Kontakt geht oft in der Hek­tik des Alltags verloren. Außer­dem möch­ten wir nur die sogenannten positiven Gefühle haben. Die so­genannten negativen Gefühle versu­chen wir zu unterdrük­ken. Da­durch trennen wir uns von einem Teil unse­res Gefühls.

Je mehr Gefühle wir unterdrücken, desto stärker zwingen sie sich in un­ser Leben. Wenn wir diesen kleinen Schmerz nicht beachten, dann kommt Schmerz in einer Stärke, die wir wahrnehmen müs­sen. Wir sollen und können lernen, auf­nahmefähiger zu werden für unsere fei­nen und zarten Gefühle. Es ist möglich, bei leichten Eindrücken zu reagieren. Dann wird der große Schmerz über­flüssig.

Die Häufigkeit und die Stärke unserer schmerzhaften Ge­fühle zeigen uns, wie oft und wie sehr wir uns weigern, einfühlsam zu reagieren  und uns zu verändern.

Gefühle haben vier Grundformen: Schmerz, Trauer, Wut und Angst. Diese vier Grundformen sind den vier Ele­menten zugeord­net. So er­gibt sich folgende Zusammenstel­lung: Schmerz - Feuer, Trauer - Wasser, Ärger (Wut) - Luft, Angst - Erde.

Jede Grundform kann sich positiv oder negativ zeigen. Schmerz macht uns auf etwas aufmerksam: z.B. wenn wir uns in den Fin­ger schneiden. Wenn wir die kleinen Schmerzen nicht beachten, wird der Schmerz groß. Dann empfinden wir den Schmerz als negativ. Gelebte Trauer ist erleichternd und befreiend. Die nicht ausgelebte Trauer führt zu Melancholie und Aggression.

Ärger, der sofort gezeigt wird, führt zu einer Klärung der Situa­tion. Angestaute Wut führt zu Explosio­nen und Ausbrüchen, zu unver­nünftigen und  sinnlosen  Handlungen. Angst macht uns aufmerk­sam auf Situationen, die uns schaden oder bedrohen könnten. Nicht ge­lebte Angst macht uns starr und eng und lähmt unsere Reaktions­fähigkeit.

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