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Das Urwissen der Menschheit
Die frühesten astrologischen Aufzeichnungen stammen aus dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. In den Ruinen von Ninive wurden in der Bibliothek des Königs Assurbanipal (668 - 626 v. Chr.) etwa 25.000 Keilschrifttexte gefunden. Sie sind das bisher älteste bekannte Schriftgut zur Astrologie. Darunter sind auch Texte der Sumerer. Die Sumerer sind das älteste geschichtlich erfasste, nichtsemitische Volk. Herkunft und Rasse sind unbekannt. Um 3.500 vor Christus wanderte dieses Volk in das südliche Mesopotamien ein.
Die Sumerer hatten eine hohe Kultur und brachten erste Astronomen und Mathematiker hervor. Sie schufen die ersten Gewölbe und gründeten befestigte Städte, z.b. Lagasch, Ur und Uruk, die Anfang dieses Jahrhunderts südlich von Babylon am unteren Euphrat ausgegraben wurden. Sie bauten monumentale Tempelanlagen und erfanden die Keilschrift. Aus der sumerischen Keilschrift entwickelten später die Phönizier das Alphabet. Ihre kulturelle Hochblüte erlebten die Sumerer etwa um 2.500 vor Christus.
In der sumerischen Literatur nehmen Hymnen und Gebete einen breiten Raum ein. Auch das babylonische Gilgamesch-Epos ist sumerischen Ursprungs. Es wurde auf Tontafeln geschrieben und ist für uns die älteste Menschheitsdichtung. In dieser Dichtung wird der Kreislauf des Lebens und das Ringen der Menschen um das ewige Leben geschildert, wie er uns auch im Tierkreis bildhaft dargestellt wird.
Eine indische Sage berichtet
Als Rama alt wurde, zog er sich ins Gebirge zurück. Hier verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens mit der Aufzeichnung eines Kalenders. Ein sonderbares Buch wurde das, in Sternschrift geschrieben. Er übergab seinen Jüngern vor seinem Tod diesen Sternkalender mit den Worten: "Hütet das himmlische Feuer." Die Jünger trugen dieses Sternenwissen hinaus in alle Welt, und so wurde das Wissen um die großen Zusammenhänge des Lebens erhalten und immer weitergetragen.
Indiens Tempel und die heiligen Veden der Upanishaden sind noch heute von Ramas Sternkalender durchdrungen. Die Hochkultur der Ägypter besaß dieses Wissen. Mit diesem Wissen konnten die Pyramiden und die Tempel gebaut werden. Das geheimnisvolle Totenbuch der Ägypter kündet von diesem Wissen.
Der große chinesische Weise Laotse
Er hat in seinem 'Tao de King' das gleiche Wissen in seiner Sprache ausgedrückt und festgehalten: "Überlass dich der Leere und Stille / Sei eins mit allen Wesen / Erleb wie sie blühen / welken / rückkehren zum Wurzelgrund / Das fraglose Hinnehmen / dieses Kreislaufs heißt: / Ruhe finden / Ruhe finden heißt: / sein Schicksal annehmen / Sein Schicksal annehmen heißt: / erleuchtet sein / Wer sein Schicksal nicht annimmt / ist blind / Wer blind ist / läuft ins Unglück / Dies erkannt haben heißt: / duldsam sein / Duldsam sein heißt: / unbefangen sein / Unbefangen sein heißt: / weitherzig sein / Weitherzig sein heißt: / Wie TAO sein / Wer wie Tao ist / ist unsterblich / mag auch sein Körper / vergehn."
Die griechische Mythologie und die königliche Götterlehre der germanischen Völker Europas sind durchdrungen vom ältesten Wissen der Menschheit. Auf der anderen Seite des großen Ozeans finden wir das gleiche Wissen: bei den Mississippi-Indianern und ihren urhaften Sagen z. b. und im Sonnenstaat der Inkas.
Abendländische Quellen
Selbst in unserer westlichen Kirche finden wir Bezugspunkte zu diesem uralten Menschheits-wissen. Die Feste des Jahres sind eingebettet in den Tierkreis. Zum Beispiel ist in der Skorpionzeit für die Natur Sterbezeit. Hier feiern wir unsere christlichen Totenfeste und Totengedenktage.
Die vier Evangelisten werden von alters her durch bestimmte Tiere symbolisch dargestellt. Lukas als Stier, Markus als Löwe, Johannes als Adler und Matthäus als Engel. Der Adler ist in der Astrologie ein anderes Bild für das Zeichen Skorpion, und der Engel ein anderes Bild für das Zeichen Wassermann. So stellen die vier Evangelisten das 'feste Kreuz' des Tierkreises dar: Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann.
Diese vier Zeichen sind die mittleren Zeichen der Jahreszeit. Und so sind sie der Kern der Jahreszeiten überhaupt. Sie symbolisieren Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dieses feste Kreuz wird auch das 'Kreuz des Menschen' genannt. Die vier Jahreszeiten stehen für die vier Abschnitte des menschlichen Lebens: Jugend, Mannesalter, Bürgerzeit und Greisenalter.
Aber die Bedeutung der Zeichen geht viel tiefer. Sie zeigen uns nämlich die geistige Entwicklung, die jeder Mensch erleben kann. Das Zeichen Stier zeigt die Bindung des Menschen an die Materie, die Stoffgebundenheit. Das Zeichen Löwe zeigt die Machtentfaltung, das Zeichen Skorpion weist darauf hin, dass nach Stoffgebundenheit und Machtentfaltung die Verwandlung und der Verzicht kommen. Erst nach diesen drei Phasen kommt der Mensch zum Zeichen Wassermann, er bekommt Erkenntnis und Weisheit. Er lernt die Lebensgesetze verstehen und achtet sie.
Im Kölner Dom ist das Zusammenspiel zwischen Christentum und Astrologie besonders deutlich. Auf einem Altarbild sehen wir die strahlende Sonne und den Mond als Sichel, sowie acht Sterne. Das sind die Planeten unseres Sonnensystems: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Im gleichen Bild finden wir in den vier Ecken die vier Evangelisten dargestellt mit den Tieren des Tierkreises. In der Mitte sitzt Gott Vater auf seinem Thron.
Aber nicht überall ist das Wissen um die großen Zusammenhänge des Lebens so offensichtlich wie auf diesem Bild. Wir stehen staunend und bewundernd in unseren prachtvollen Kirchen und Domen. Wir können heute versuchen, sie zu erhalten - das gelingt nicht immer. Bauen könnten wir solche Wunderwerke heute nicht mehr, trotz aller Technik und allen Fortschritts.
Die großen Dombaumeister des Mittelalters hätten die herrlichen Kirchen und Dome nicht bauen können, wenn sie die großen Gesetzmäßigkeiten des Lebens nicht als Urwissen zur Verfügung gehabt hätten. Um dieses Wissen zu bewahren und zu behüten, taten sich die großen Baumeister zusammen, und so entstanden die Freimaurer-Logen.
Viele Völker - ähnliche Erkenntnisse
Warum haben Völker ohne gemeinsame Vorfahren, ohne gemeinsame Überlieferung und ohne gemeinsamen Ursprung dieses gleiche Sternenwissen über all die Jahrtausende des menschlichen Lebens behütet und erhalten? Die Wissenschaft hat sich bisher vergeblich um die Klärung dieser Frage bemüht. Wenn wir eine Sache richtig verstehen wollen, dann dürfen wir nicht die Zeit außer acht lassen, in der sie entstanden ist. Solange wir mit den Methoden der heutigen Wissenschaft an das Geheimnis des ältesten Menschheitswissens herangehen, enträtseln wir es nicht.
Wir müssen uns die geistige Denkweise der Menschen von damals zu eigen machen, um das Geheimnis zu lüften. Im Gegensatz zu heute war es in der Urzeit keine Frage, dass der Ursprung alles Lebendigen GOTT war. Der ganze Weltraum ist von Gott durchdrungen, und alles, was stofflich geworden ist, ist ein sichtbarer Ausdruck von Gottes Gedanken und Ideen. Der Geist, der Gedanke, die Idee - ist das Wichtigste, das Primäre. GOTT ist die letzte Ursache allen Lebens. Der Gott der Erde ist die sichtbare Sonne. Sie ist für diese Erde Lebensspender und Lebenserhalter.
"Das erste, was der Mensch aufnahm, war der Wechsel von Helle und Dunkelheit, von Tag und Nacht. Die Helle bedeutete Leben, die Dunkelheit dagegen Ruhe und Tod. Wenn die Sonne im Osten aufgeht, dann wird es hell; wenn sie im Westen versinkt, bricht die Dunkelheit herein. Die Sonne also brachte das Licht, und so war es kein Wunder, dass dieser Himmelskörper schnell als oberste Gottheit angebetet wurde. Aber mehr konnte das Bild der Sonne nicht bieten, auch der Taghimmel nicht. So wandte man sich dem nächtlichen Himmel zu, wo die Sterne nur so glitzerten. Am Sternenhimmel fiel ein Gestirn besonders auf: der Mond! Ein Himmelskörper, der einmal in vollem Glanz zu sehen war, dann aber vollends vom Himmel verschwunden schien. Außerdem zeigte sich dieses Gestirn als Halbmond oder als aufgehende und untergehende Sichel. Das alles musste die Fantasie des Menschen anregen. Und die Frage tauchte auf: Was will dieses Gestirn verkünden? Es müssen Jahrtausende vergangen sein, ehe der Mensch das Wunder entdeckte, dass die Phasen des Mondes abzählbar waren. Von einer Phase zur anderen, also etwa von Vollmond zu Vollmond vergingen dreimal soviel Nächte wie der Mensch Finger an seinen Händen hatte. Also, dreißig! Und das war nicht das einzige Wunder. Der Mensch erkannte bald darauf, dass diese Mondphasen mit dem Lauf der Sonne im Zusammenhang standen. Waren nämlich 12 Mondumläufe vergangen, hatte auch die Sonne ihren Umlauf beendet, denn sie ging wieder genau an der Stelle am Horizont auf, wie vor den 12 Mondumläufen! Das Sonnenjahr, unser Jahr, war gefunden! Am gestirnten Himmel herrschte also Ordnung, herrschte eine Zeitlogik, die der Mensch nun auf sein irdisches Leben übertrug. Und als der Mensch die Zeit am Himmel gefunden hatte, vermochte er auch sein Leben auf der Erde in die Zeit oder den Zeitablauf einzuteilen. Er hatte gelernt, das Leben zu messen. Der Mensch konnte die Jahre zählen, die sein Leben dauerte. Er war mit dem Wissen belastet, dass sein Leben nicht ewig währte, dass der Tod das unausweichliche Ende bedeutete. Aber er sah das Sterben auch in der Natur, sah, wie die Sonne täglich am Abend starb und in die Unterwelt versank, beobachtete, wie der Mond am Himmel immer kleiner wurde, um schließlich zu verschwinden. Aus diesen Beobachtungen schöpfte er Hoffnung - denn Sonne und Mond kamen wieder, wurden neu geboren. Die Sonne jeden Morgen, der Mond aber stand am dritten Tag - nachdem er untergegangen war - erneut am Himmel. Er stand am dritten Tag wieder auf. Das war das größte Wunder! Der Tod der Natur war also ein Übergang. Und so verdichtete sich mit diesen Erkenntnissen die Himmelsbeobachtung immer mehr zur Astrologie, zur Sternenlogik. Von daher ist zu verstehen, dass die spätere wissenschaftliche Erforschung des Himmels, die Astronomie, nur als Tochter der Astrologie angesehen wurde, obwohl doch beide eigentlich Geschwister waren." (aus: B. A. Merz: 'Astrologie', S. 12)
Universelles Urwissen
Bei diesem Urwissen der Menschheit handelt es sich also um wirkliches Erleben, um Urgesetze, um eine gewaltige, alles durchdringende Wahrheit. Daher fanden alle alten Kulturvölker dieser Erde dieses Wissen: Sumerer, Ägypter, Chinesen, Babylonier, Inder, Perser, Phoenizier, Germanen, Griechen, Peruaner, Mexikaner, Tolteken, Mississippi-Indianer und Mayas.
Außerdem finden sich in den Berichten alter Kulturen Sagen, in denen 'weiße Götter' kamen und hohes Wissen mitbrachten. Wir finden bei näherer und unvoreingenommener Prüfung dieser Berichte deutliche und eindeutige Hinweise auf Atlantis.
Die weißen Götter kamen 'weit über den Ozean', sagt Homer, und Plato spricht von einem Volk, das auf einer gewaltigen Insel wohnt, weit im atlantischen Meer, jenseits der Säulen des Herakles, also vor der Straße von Gibraltar im Atlantik.
Der Tierkreis hat ein unermessliches Alter. Alle Religionen der Welt haben ihre Wurzel in ihm. Ein Gelehrter sagt: "Man muss der Wissenschaft des Tierkreises das höchste Alter und die allgemeinste Verbreitung zugestehen, denn seine Zeichen besitzen in den ältesten Göttergeschichten ihre Spur."
In Indien gibt es einen Sternenkatalog mit Beobachtungen von Fixsternen, der auf drei platonische Jahre zurückgeht - das sind rund 87.000 Jahre oder drei Sonnenbahnen durch den gesamten Tierkreishimmel. Außerdem haben die Inder genaue Aufzeichnungen über 33 Platonische Jahre, das sind fast 850.000 Jahre. Durch die genauen Aufzeichnungen von Sonnen- und Mondfinsternissen wurde die unendlich langsame scheinbare Bewegung des Fixsternhimmels berechnet. Johannes von Buttlar berichtet in seinem Buch 'Zeitsprung' folgendes:
"In einigen indischen Städten, u.a. in Madras, gibt es die rätselhaftesten Bibliotheken der Welt. Es handelt sich um uralte Palmblattsammlungen. Auf sorgsam gebündelten, dreieinhalb Zentimeter breiten, vertrockneten Palmblättern sind seit Jahrhunderten die Lebensläufe heute lebender Menschen aufgezeichnet. Mit wenigen Ausnahmen kann jeder, der persönlich vorspricht, sein Palmblatt für ein paar Rupien heraussuchen und vorlesen lassen. Auf beiden Seiten des Palmblattes sind dreiundzwanzig und sechsundzwanzig Zeilen in der Versform des Alt-Tamil fein gestochen niedergeschrieben. Die Schriftzüge sind nur etwa einen Millimeter hoch und mit dem bloßen Auge für den Ungeübten kaum lesbar. Hier sind außer dem Namen des Besuchers auch die seiner Eltern, sein genauer Beruf und sogar eventuell vorhandene körperliche Anomalien aufgeführt. Es ist höchst verwunderlich, dass auf den Palmblättern der genaue Name des Betreffenden und der Angehörigen genannt wird, die am Tage des Besuches in der Bibliothek noch leben. Das bisherige Leben des Besuchers wird in allen Einzelheiten so bildhaft beschrieben, als hätte der längst verstorbene Verfasser des Palmblattes persönlich daran teilgenommen. So erfahren z.b. Unverheiratete Einzelheiten und Namen ihrer zukünftigen Partner. Oft ist sogar der Tag festgehalten, an dem der Betreffende die Palmblattbibliothek aufsuchen wird, und der Name desjenigen, der ihn dort einführt. Für jeden Besucher liegen zwei Palmblätter bereit; eines mit Namen, Beruf und bisherigem Leben. Stimmen alle dort niedergeschriebenen Einzelheiten mit den Tatsachen überein, wird das zweite Palmblatt vorgelesen. Das darf aber nur an einem Tag geschehen, der auf dem ersten Blatt bereits festgelegt ist. Aus diesem zweiten Blatt erfährt der Besucher nun seine Zukunft. Die kommenden Ereignisse bis zum Tode des Betreffenden sind in Abschnitten von zweieinhalb bis fünf Jahren zusammengefasst. Diese Palmblätter sollen auf zweierlei Art erstellt worden sein: Einmal durch genaueste astrologische Berechnungen, zum anderen durch seherische Fähigkeiten von indischen Weisen aus alter Zeit. Viele werden sich nun fragen, wie es möglich ist, die Lebensläufe von Milliarden von Menschen auf Palmblättern aufzubewahren. Davon kann jedoch nicht die Rede sein. Tatsächlich werden nur für diejenigen Palmblätter bereitgehalten, die eine Palmblattbibliothek aufsuchen und nach ihrem Palmblatt fragen."
Symplizius schreibt - im 6. Jahrhundert nach Christus - er habe gehört, dass die Ägypter astronomisches Wissen, Aufzeichnungen und Beobachtungen über einen Zeitraum von 630.000 Jahren bewahrt hätten. Zwar nannten die Ägypter manchmal auch einen Monat 'ein Jahr'. Aber selbst dann wären es noch 52.500 Jahre - also genau die Dauer von zwei Präzessionen, d.h. zwei platonischen Jahren.
Die Sterntafeln der verschiedenen Völker wurden von Forschern der Neuzeit nachgeprüft. Auf den Kalendern der verschiedensten Kulturen finden sich die genauen Berechnungen über Sonnen- und Mondfinsternisse zu gleichen Daten, so z. b. die Sonnenfinsternis am 18. Februar des Jahres 3.102 vor Christus. Die sorgfältigen und mühsamen Nachprüfungen durch die französischen Astronomen Bailly und Cassini und den deutschen Gelehrten Mayer ergaben die gleichen Berechnungen und kamen zu übereinstimmenden Ergebnissen.
Selbst in der Bibel finden wir einen Hinweis auf das älteste Menschheitswissen. Im Buch Hiob, im 38. Kapitel, Vers 31 bis 33, steht geschrieben: Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? Kannst du die Sterne des Tierkreises aufgehen lassen zur rechten Zeit oder die Bärin samt ihren Jungen heraufführen? Weißt du des Himmels Ordnung oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
Das Buch Hiob ist etwa um 1.800 vor Christus geschrieben worden. Es ist damit älter als viele Teile aus den Mosesberichten. Wie aus dem Hiobtext hervorgeht, war das Wissen um den Tierkreis Allgemeingut zu jener Zeit.
Im zweiten Buch der Könige wird der Tierkreis noch mal genannt. Der König Josia ließ die Götzenbilder verbrennen. Er "setzte die Götzenpriester ab, welche die Könige von Juda eingesetzt hatten, so wie die, welche Baal, der Sonne und dem Mond, den Bildern des Tierkreises und dem ganzen Sternenheere des Himmels Opfer gebracht hatten". In einer neueren Übersetzung heißt es: "Auch die dem Baal geopfert hatten, der Sonne und dem Mond und den Planeten und allem Heer am Himmel." König Josia, unter dem diese Tempelreinigung stattfand, regierte von 640 bis 609 vor Christus.
Lebendig bis heute
Das Urwissen des Tierkreises muss so allgemein-gültig sein, dass es überall auf der Welt seine Bedeutung hat. In ihm muss tiefes kosmisches Wissen verborgen sein, sonst hätte sich diese Bildersprache nicht durch alle Wirrnis der Jahrtausende bis auf den heutigen Tag erhalten.
Wir finden dieses Wissen in unserem Alltag wieder. Die zwölf Monate unseres Jahres haben Bezug zu den 12 Mondumläufen in einem Sonnenjahr. Unsere sieben Wochentage haben die Namen der sieben Planeten-Götter: Sonnen-Tag, Mond-Tag, Mars-Tag (Diana), Merkur-Tag, Jupiter-Tag (Donar), Venus-Tag (Freia) und Saturn-Tag.
Die vier Jahreszeiten machen uns vertraut mit der Entwicklung des Lebendigen. Die Natur war die große Lehrmeisterin der alten Völker und Kulturen. Auch wir können heute an der Natur, am Verhalten von Pflanzen und Tieren, die großen Gesetze des Lebens erkennen und neu entdecken.
Das Wissen um den Tierkreis war den Menschen der Urzeit so hoch und heilig, dass sie es nicht auf Tontafeln ritzten oder in Felsblöcke meißelten. Sie übertrugen es auf den Himmel, auf die Bahn der Sonne, die sie im Laufe eines Jahres um die Erde zieht. Im Rhythmus der Sonne wiederholen sich in der Natur bestimmte Geschehen zu festen Zeiten. So erleben wir am Naturablauf, dass alles Leben sich laufend bewegt, in ständiger Verwandlung begriffen ist. Alles Lebendige entwickelt sich nach einem großen kosmischen Plan.
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