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Kommunikation und Entwicklung
Entwicklung ist im gesamten Universum gebunden an den Austausch von Informationen. Das gilt nicht nur für Menschen und Tiere, von denen es uns schon lange bekannt ist. Auch Pflanzen, aber auch Sonnen und Milchstraßen kommunizieren miteinander. Auch hier bewahrheitet sich die Aussage: 'Mikrokosmos gleich Makrokosmos.'

Den tiefsten Geheimnissen des Lebens sind viele Wissen­schaftler aus allen Bereichen auf der Spur. Ständig gibt es neue Entdeckungen. Das, was gestern noch als Wahrheit galt, gilt heute schon als überholt. In der Wissenschaft wird ver­sucht, die Entstehung des Lebens zu erklären und zu verste­hen. Die Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten werden erforscht und durch Experimente möglichst nachgewiesen. Was nicht nachgewiesen werden kann, was nicht wiederholbar, reprodu­zierbar ist, das gilt nicht als gesichert.

Diese Art zu Forschen hat der Menschheit im Laufe der Jahr­hunderte zu vielen neuen Erkenntnissen verholfen. Doch sie hat auch in viele Sackgassen geführt. Ständig entstanden neue Spezialbereiche. Die Welt wurde eingeteilt und zerlegt, analy­siert und katalogisiert. Dabei ging in vielen Fällen der Sinn für das Ganze verloren.

Inzwischen wurde dieses Fehlverhalten erkannt und von den aufgeschlossenen Wissenschaftlern korrigiert. Einige glauben, dass es für den Wissenschaftler eine Hauptaufgabe ist, Ord­nungen und Regelmäßigkeiten zu erkennen. Bisher wurden dabei vorwiegend spezielle Abläufe im Kleinen betrachtet. Doch inzwischen setzt es sich durch, die Dinge mit Distanz zu betrachten. Dabei lassen sich viel größere Strukturen erken­nen. Es wird mehr Ganzheitliches wahrgenommen.

Es ist aber nicht nur ein Mensch als Ganzes gemeint, sondern die Welt als ein Ganzes. Diese besteht wiederum aus vielen 'Ganzheiten' und nicht, wie wir bisher formulierten, aus Tei­len. Eine Zelle ist deutlich von ihrer Umgebung abgegrenzt, dadurch ist sie etwas 'Ganzes'. Alles, was sich von seiner Um­gebung deutlich abgrenzt, ist ein individuelles Ganzes. Trotz­dem sind all diese Ganzen miteinander in einer natürlichen Struktur verbunden.

So ist unsere Welt mit allen Erscheinungsformen etwas Ganz­heitliches. Es sind Ordnungen und Regeln zu erkennen, nach denen sich die natürlichen Entwicklungen vollziehen. Doch es gibt auch immer wieder das, was man bisher noch 'Zufall' nennt. Dann tritt plötzlich ein Verhalten auf, das nicht den bekannten Ordnungen und Regeln entspricht. Dieses Verhal­ten, das uns neu erscheint, ist der Bereich, der Entwicklung mit sich bringt. Da, wo sich ständig alles nur nach gewohnten Ordnungen und Regeln vollzieht, kann niemals etwas Neues entstehen. Doch die Natur lehrt uns, daß Leben nicht nur ein­fach wiederholt wird.

Vieles wiederholt sich zwar ständig, doch wir kennen auch Prozesse von Selektion, Isolation und Mutation. Das heißt: etwas Lebendiges - und im tiefsten Sinne ist alles mit Leben erfüllt - verhält sich eine gewisse Zeit gleichmäßig und wie­derholt sich - das ist die Phase der Reproduktion. Wir erken­nen eine Ordnung. Dann zieht es sich aus der Ordnung zu­rück. Es verhält sich anders als bisher, anders als die anderen. Das ist die Phase der Selektion. Diese schreitet fort und wird zur Isolation. Aus dieser Isolation heraus entsteht etwas bisher Unbekanntes. Eine neue Verhaltensweise ist entstanden, eine Mutation ist geschehen. Entwicklung hat stattgefunden. Die Natur hat etwas Neues hervorgebracht.

Dieser Vorgang lässt sich auf allen Ebenen des Lebens beob­achten: Die Natur wurde nicht 'im Anfang' geschaffen, son­dern sie ist ständig schöpferisch tätig. In diesem lebendigen und schöpferischen Prozess hat auch der Tod seinen festen Platz. In höchstem Maße ist alles Lebendige auch schöpfe­risch.

Durch schöpferisches Verhalten entstehen neue Spielarten und Variationen. Es ist wie bei einem Musikstück: die Hauptmelodie bleibt. Doch ein schöpferischer Musiker kann dieses Hauptthema variieren, interpretieren, anders und ganz neu darstellen und zum Klingen bringen.

Diese Erkenntnisse haben eine große Bedeutung für den Menschen. Natur hat in sich das Bedürfnis, schöpferisch und kreativ tätig zu sein. Menschen entsprechen diesem natürli­chen Bedürfnis oft nicht. Aus Unsicherheit halten sie sich lie­ber an gewohnte Ordnungen. Doch Natur ist stärker. Sie ist schöpferisch und lässt sich dabei auch von den Gefühlen der Menschen nicht aufhalten. Mit Vehemenz bringt sie uns dazu, gewohnte Regeln zu verlassen, Normen und Gewohnheiten zu durchbrechen, bisherige Sicherheiten aufzugeben.

Jede Ganzheit braucht erkennbare Grenzen zu allen anderen Ganzheiten, um überleben zu können. Diese sind nur durch eine entsprechend große oder kleine Distanz zu erhalten. Wenn zwei Ganzheiten sich zu nahe kommen, verschmelzen sie, werden zu einer anderen Ganzheit. Atome stoßen sich ge­genseitig ab, wenn sie sich zu nahe kommen. So wird die nö­tige Distanz gewahrt. Zwischen zwei Ganzheiten - gleich wel­cher Art - muß immer eine ausreichende Distanz bestehen, wenn diese beiden Ganzheiten erhalten bleiben sollen.

Trotzdem sind die verschiedenen Ganzheiten nicht völlig von­einander getrennt, denn es findet ein Informationsaustausch statt. Auch in sogenannter 'toter Materie' findet ein Aus­tausch von Kommunikation statt. Wir können gewisse Infor­mationen von ihr erhalten. Wir können zum Beispiel erfahren, welche Temperatur in dieser toten Materie herrscht.

Kommunikation kann eine neue Denkstruktur oder einen neuen Gedanken weltweit ausbreiten. So geschehen gleichzei­tig neue Dinge an den entferntesten Orten der Welt. Diese Kraft kann genutzt werden, wenn viele Menschen gleiche schöpferische und lebensbejahende Gedanken denken. Da je­der Mensch das Bedürfnis hat, seine Zukunft schöpferisch und selbständig zu gestalten, wird uns hier eine großartige Mög­lichkeit aufgezeigt.

Kommunikation findet nicht nur durch die Sprache statt. So wie in unserem Körper alle Zellen miteinander in Verbindung sind und miteinander kommunizieren, so sind auch alle 'Ganzheiten' dieser Welt miteinander in Kommunikation. Versuchen wir uns vorzustellen, dass  Atome, Moleküle, Bak­terien, Mikroben, Pflanzen, Tiere, Menschen, Völker, Gesell­schaften, Planeten, Kometen, Sonnensysteme, Galaxien und Universen miteinander 'sprechen', dann übersteigt das unsere Vorstellungskraft bei weitem. Und doch ist es so.

Und so wirkt jeder Gedanke, den wir denken, nicht nur auf uns persönlich, sondern wirklich auf das Ganze. Aber auch der Umkehrschluss ist zulässig: alles wirkt auf mich! Wenn wir die­sen Satz noch einfacher und absoluter formulieren, dann heißt er: Alles wirkt auf alles!

Dieses Wissen motiviert mich ständig neu, meine Erfahrungen weiterzugeben. Es ist mir ein Bedürfnis, durch mein persönli­ches Wachstum an der Entwicklung des gesamten Universums bewusst mitzuwirken. Außerdem möchte ich viele Menschen ermutigen und anregen, dasselbe an ihrem Platz zu tun.

Wir alle sind mitverantwortlich für die Entwicklung dieses Planeten. Ein persönliches Engagement, das über die engen Grenzen der privaten Sphäre hinausgeht, ist dringend erfor­derlich. Wir verbessern damit unsere eigene Lebensqualität und tragen gleichzeitig gute Kräfte in die Welt hinein.

In diesem Sinne wünsche ich jedem Leser Verständnis und Einsicht. Lassen sie sich motivieren und tun sie aktiv etwas da­für, dass immer mehr Menschen viele kleine oder große Sternstunden erleben!

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